Einfach abschalten...
Was für Zeiten?!
Während Johannes Wohlfahrt im Herbst 2010 an neuen Liedern schrieb, hämmerten sich die „Abschalten“-Rufe der Anti-Atom-Demos in sein Gehirn und drängten sich als Programm-Titel förmlich auf.
Einfach abschalten...
wurde Titel des Programms und eines Liedes, welches aber ganz anders daher kommt, als das Skandieren bei den Demos.
Aufgrund der nuklearen Katastrophe in Fukushima folgte im März 2011 die Bundesregierung genau Wohlfahrts Motto und ließ sieben AKWs abschalten ...
Welch toller Impuls für viele andere fragwürdige Dinge in unserer Gesellschaft:
Abschalten der TV-Koch-Show und lieber selber kochen; statt ständig nur mit virtuellen Freunden im Netz zu kommunizieren, PC abschalten und echte Freunde treffen; erdrückende Berge von Arbeit hinter sich lassen und die Faulheit genießen; gezwungenermaßen mitgehörte seichte Gespräche in der Straßenbahn rausfiltern, abschalten, Buch lesen...
Da empfiehlt es sich doch, für zwei Stunden einfach abzuschalten und Wohlfahrts Lieder in völlig unterschiedlichem musikalischen Gewand, begleitet mit Akkordeon oder Gitarre live zu genießen.
Beschwingte Melodien und erbauliche Texte können richtig gut tun... Mit seinen satirischen Liedern ist Johannes Wohlfahrt vordergründig heiter aber hintergründig bissig.
Außerdem gibt es noch viele andere schöne Themen wie z.B.:
- den verpassten Anschluss-Zug
- den Genuss von Feinstaubpartikeln
- das strapazierte Hotel Mama
- schöne Frauen und lausige Liebhaber
- die religiöse Ebene der digitalen Welt
- die Bereicherung des Lebens durch Multi-Kulti
- die spätliberale Dekadenz u.v.m.